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Bremen übernimmt Vorsitz der 16. Integrationsministerkonferenz

"Wir stehen vor der Herausforderung, gleichberechtigte Teilhabechancen zu schaffen"

Das Bild zeigt die Senatorin Anja Stahmann mit dem Globus der Integrationsministerkonferenz

Am 1. Juli 2020 übernimmt die Freie Hansestadt Bremen den Vorsitz der Konferenz der für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder (IntMK) vom bisherigen Vorsitzland Brandenburg.
"Als Vorsitzende der 16. IntMK freue ich mich darauf, die Themen unseres Aufgabengebietes in diesen herausfordernden Zeiten zu koordinieren und voranzutreiben", sagte die neue IntMK-Vorsitzende, Sozialsenatorin Anja Stahmann. "Bremen ist in hanseatischer Tradition seit jeher eine weltoffene Stadt, und gemeinsam mit Bremerhaven auch ein weltoffenes Bundesland. Hier begegnen sich Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen mit ganz unterschiedlichen Einstellungen, Sprachen und Gebräuchen. Diese Begegnungen bereichern das Zusammenleben, erweitern Horizonte und machen Bremen zu einem Bundesland der Vielfalt."

Senatorin Stahmann betonte, dass die Gesellschaft einerseits von Vielfalt einen Nutzen habe, andererseits aber auch mit der großen Herausforderung konfrontiert sei, "gleichberechtigte Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen". Zugleich könnten Zuwanderung und gesellschaftlicher Diversität auch Ängste hervorrufen: "Veränderungen werden nicht immer als Chance gesehen", sagte sie, "sie können auch zu Verunsicherung führen und umschlagen in Feindseligkeit und Rassismus." Eine zukunftsfähige Integrationspolitik müsse daher Instrumente für eine gelingende Integration und gleichzeitig für den Erhalt und für Förderung einer wohlwollenden gesellschaftlichen Aufnahmebereitschaft bereithalten.

"In der 16. IntMK wird deshalb die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts weiterhin eine große Rolle spielen", sagte die IntMK-Vorsitzende. "Ich freue mich, dass wir in diesen wichtigen Themenfeldern über die Grenzen der Bundesländer hinweg in einem intensiven Austausch bleiben und hoffe, dass die Erfahrungen, die an einer Stelle gemacht werden, die Lebenswirklichkeiten in der gesamten Republik bereichern können."

Nachdem die Corona-Pandemie tiefgreifend in unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben eingegriffen habe, stehe das Land Bremen nun vor der besonderen Aufgabe, "den wichtigen integrationspolitischen Themen Gehör zu verschaffen", sagte die Senatorin. "Gerade die Schwächeren in unserem Land trifft die Pandemie hart. Dazu gehören auch die Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Armut zu uns gekommen sind und immer noch kommen."