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Integration

Bremen ist in hanseatischer Tradition seit jeher ein weltoffenes Land. Hier begegnen sich Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen mit ganz unterschiedlichen Lebensformen, Sprachen und Gebräuchen. Das bereichert das Zusammenleben, erweitert Horizonte und macht das Land Bremen zu einem Bundesland der Vielfalt.

Schon lange ist auch Migration in diesem Sinne gesellschaftliche Normalität in Bremen und Bremerhaven. Unsere Gesellschaft ist seit Jahrzehnten geprägt durch eine Herkunfts- und Erfahrungsvielfalt. Heterogenität, Widersprüchlichkeit, unterschiedliche Alltagskulturen und Mehrsprachigkeit sind elementare Bestandteile unserer pluralen Gesellschaft.

Hiervon profitiert die gesamte Gesellschaft – sie steht aber auch vor der großen Herausforderung, gleichberechtigte Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen in unserem Bundesland zu schaffen. Gleichzeitig zeigen die Ängste von Teilen der Bevölkerung vor Zuwanderung und gesellschaftlicher Diversität auch, dass viele Menschen sich durch Veränderungen verunsichert fühlen. Soziale Ungleichheiten und Vorbehalte gegenüber Teilen der Bevölkerung gefährden gleichermaßen den sozialen Zusammenhalt. Ein klares Vorgehen gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus ist daher eine ebenso wichtige Aufgabe zukunftsfähiger Integrationspolitik wie der Einsatz für die Teilhabe von Menschen, die sich von Politik und Gesellschaft abgehängt fühlen.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe, die sich in vielen Politikbereichen zeigen muss: Insbesondere alltagspraktische Notwendigkeiten wie Sprache, Bildung, Arbeit, Wohnen und Teilhabe sowie emotionale Stützpfeiler wie Respekt, Anerkennung, Zugehörigkeit und Wertschätzung sind bedeutsam für die Entwicklung eines offenen respektvollen Miteinanders.

Integration kann nicht von oben verordnet werden und ist somit nicht nur Aufgabe von Politik und Verwaltung. Nur wenn sie von der Zivilgesellschaft mitgetragen wird, kann sie gelingen. Deshalb kommt es auf das Engagement jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers an.

Wir verstehen daher Integration als Einladung, gemeinsam unsere demokratische Grundordnung zu festigen und eine menschenfreundliche Gesellschaft aufzubauen. Daher heißt für uns Integration: Alle Menschen, ganz gleich woher sie kommen, welche Namen sie tragen oder wie sie aussehen, sollen die gleichen Lebenschancen haben und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Unser Ziel ist es, das Ihr und das Wir zu überbrücken, um zu einem gemeinsamen Wir zu gelangen!