Grußwort des Vorsitzenden
Liebe Besucherinnen und Besucher,
das Land Rheinland-Pfalz heißt Sie herzlich willkommen zur 22. Integrationsministerkonferenz 2027 unter dem Motto „Einwanderung steuern. Integration verbindlich leben.“
Rheinland-Pfalz hat am 1. Juli 2026 den Vorsitz der Konferenz der für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder für die Dauer von zwölf Monaten übernommen. Wir danken unserem Vorgängerland Nordrhein-Westfalen für die engagierte und erfolgreiche Arbeit.
Nach 2011 ist es das zweite Mal, dass Rheinland-Pfalz den Vorsitz dieser Fachministerkonferenz innehat. Wir freuen uns, Sie im kommenden Jahr in Koblenz und Mainz begrüßen zu dürfen. Mit Koblenz und Mainz haben wir zwei besondere Tagungsorte am Rhein ausgewählt – jenem großen europäischen Strom, den Carl Zuckmayer einst als „Völkermühle Europas“ beschrieb. Beide Städte stehen in besonderer Weise für das Ankommen, für die Integration und für das Zusammenleben vieler Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Koblenz gilt als wichtiger Impulsgeber kommunaler Integrationspolitik. Bereits vor über 40 Jahren wurde hier einer der ersten kommunalen Integrationsbeiräte, ehemals sog. Ausländerbeiräte, in Rheinland-Pfalz eingerichtet. Auch bei der Entwicklung kommunaler Integrationskonzepte hat Koblenz als einer der ersten Städte bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen. In Mainz prägen Menschen aus über 160 Nationen das gesellschaftliche Leben einer internationalen Stadt. Damit steht die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz für Weltoffenheit und Vielfalt. Zugleich ist Mainz als Teil der UNESCO-Welterbestätte SchUM eng mit der europäischen jüdischen Geschichte verbunden und steht damit exemplarisch für die kulturelle Vielfalt und historische Tiefe unserer Gesellschaft.
Rheinland-Pfalz ist ein seit Jahrzehnten von Einwanderung geprägtes Land, dessen lange Geschichte der Migration und Integration geprägt ist von vielen gelungenen Entwicklungen, aber auch immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert ist. Vor diesem Hintergrund gilt es, Integrationspolitik weiterhin verantwortungsvoll und zukunftsweisend zu gestalten. Deshalb stehen wir für Humanität und Ordnung gleichermaßen, mit verbindlichen Rahmenbedingungen für gelingende Integration. Dabei sind die Förderung der deutschen Sprache, ein sicherer Arbeitsplatz und das friedliche Miteinander auf der Basis der Werteordnung unseres Grundgesetzes Eckpfeiler einer gelingenden Integration und der Schlüssel für ein gutes Zusammenleben in unserem Land.
Das Motto „Einwanderung steuern. Integration verbindlich leben.“ wird das Vorsitzjahr der Landes Rheinland-Pfalz für die 22. IntMK 2027 prägen und den inhaltlichen Rahmen für unsere Arbeit in den kommenden Monaten bilden. Dabei werden wir die Forderungen der Länder gegenüber dem Bund vertreten. Gleichzeitig bieten wir dem Bund unsere Unterstützung und Kooperation an, bei der Umsetzung gemeinsamer Lösungen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Kommunen ist entscheidend, um gute Integrationsangebote zu schaffen. Der Erhalt und der kluge Ausbau der Integrationsinfrastruktur bleibt somit eine wichtige Aufgabe auf allen Ebenen staatlichen Handelns und daher ein weiterer Fokus für das anstehende Vorsitzjahr.
Die 22. Integrationsministerkonferenz 2027 soll hierfür eine wichtige Plattform für den Austausch, die Vernetzung und die Entwicklung tragfähiger Lösungen bieten.
Achim Schwickert
Minister des Innern, für Integration
und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz
